Mal schnell mit Kindern Kleidung kaufen

Wenn ich allein mit den Kindern unterwegs bin, dann kommt Baby in den Kinderwagen und der Große auf das „Skateboard“. Und ab geht die Post! Was einfach klingt erweist sich immer wieder als Mut- und Nervenprobe.

Ein Wachstumsschub, Wetterumschwung oder Löcher bei der großen Zehe machen Besorgungen in Kleidergeschäften notwendig.

Warum ist die Kinderabteilung immer im Untergeschoß? Vermutlich wegen psychologischer Überlegungen in Bezug auf das Einkaufsverhalten der KundInnen. Fakt ist: mit dem Kinderwagen, der durch das Buggyboard sperriger wird, muss ich mich zunächst durch die vielen glitzernden Weihnachtsangebote durchschlängeln, bis ich den Lift finde. Wutzibutz will natürlich selber den Knopf drücken, also vorsichtig runter vom Board. Dann muss Mama ihn hochheben, damit er den Knopf erreicht. Und wieder zurück aufs Board.

So, der Lift ist da. Alle einsteigen… und schwupp, da geht die Lifttür auch schon wieder vor unseren Nasen zu. Keine 5 Sekunden war sie offen. Nächster Versuch. Diesmal begebe ich mich vor der anderen Lifttüre direkt in Startposition. Zum Glück muss keiner aussteigen, sonst hätte ich wieder zurück und zur Seite schieben müssen und diesen Lift vermutlich auch wieder verpasst. Nun geht es hinunter in die Kinderabteilung.

Die PlanungsexpertInnen der Kaufhausketten werden sich schon etwas dabei denken, ausgerechnet die Gänge in der Kinderabteilung derartig schmal zu gestalten. Ganz klar, Kinder brauchen weniger Platz. Ich hege den Verdacht, dass keiner dieser PlanungsexpertInnen je selbst mit einem Kinderwagen Pyjamas für Kleinkind-Nachwuchs oder gar für ein Baby kaufen war. Denn Kinderwagen brauchen MEHR Platz. Und so fallen links und rechts auf meiner Suche nach der richtigen Größe Söckchen und Strumpfhosen von den vollgestopften Haken. Im Gang daneben liegen schon diverse Glitzerschuhe, die einem anderen Kinderwagen zum Opfer gefallen sein dürften. Ich beginne, die Artikel aufzuheben, lasse es dann aber trotz meines mehr als ausgeprägten Ordungssinns sein. Beim Aufheben fallen nämlich hinter mir wieder andere Dinge zu Boden.

Die Kassa befindet sich genau auf der gegenüberliegenden Seite des Lifts. Ich manövriere den Kinderwagen in Schlangenlinien durch die Gänge. Die Warteschlange wird durch einen u-förmigen Gang vorbei an Sonderangeboten geführt, und: Süßigkeiten. Zuckerl, Schlecker und Gummizeugs auf Höhe der Kinderaugen. Sie wären gut beraten, auch gleich Kinderzahnbürsten daneben zu hängen. Ich verstehe den Marketingaspekt des Zuckerlregals und bin trotzdem entsetzt. Sind es die paar Euro Umsatzsteigerung von verkauften Lutschern wirklich wert? Ich schaffe es, den Kinderwagen schnell an den Plombenziehern vorbei zu schieben. Wutzibutz sind die bunten Säckchen nicht aufgefallen. Und schon sind wir dran. Zahlen und hinaus aus dem Shopping-Tempel. Geschafft. Halleluja!

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